Rückblick 08/09– Saisonfinale der Frauen in Khanty Mansiysk



Die alte Weltcup-Saison ist bereits fünf Monate Vergangenheit. Die neue Saison rückt nun langsam näher. Der fanatische Biathlon-Fan wird bereits die ersten Kreuze auf seinem Terminkalender machen, um die wichtigsten Rennen bloß nicht zu verpassen. Am besten beim Chef für die Deutschlandrennen Urlaub einreichen und die Tickets für Oberhof sowie Ruhpolding buchen. Aber wie endete eigentlich die alte Saison? Wer hatte noch mal gleich die große Kristallkugel gewonnen?

Das Finale der Frauen war an Spannung nicht zu überbieten. Das Endergebnis dokumentierte den Fakt mit Punktgleichheit der Konkurrentinnen Kati Wilhelm und Helena Jonsson. Aufgrund dieser Gleichheit gewann die Athletin, welche mehr Saisonsiege errang. Den drei Siegen von Kati Wilhelm standen vier von Helena gegenüber. Und geplatzt war der Traum, dabei hatte Wilhelm alles in der Hand. Aber zurück zum Anfang des Rennens.

Mit den Streichergebnissen ist Wilhelm (vor dem Rennen) mit 15 Punkten Vorsprung die Führende im Weltcup. Sie hat alles selbst in der Hand – wird sie Dritte kann Jonsson nicht an ihr vorbeiziehen. Das letzte Rennen war der Massenstart. Das erhöhte schon mal die Chancen, da ja nur 30 Starterinnen in die Loipe gingen. Das Rennen begann und die zwei Konkurrentinnen reihten sich artig in den Frauen-Mob, der zum ersten Schießen lief. Parallel schossen beide fehlerfrei. Gleiches passierte beim zweiten und dritten Schießen. Es war unglaublich, dass beide Damen solche Nervenstärke zeigten und so sauber am Schießstand arbeiteten. Dann das finale Schießen. Wilhelm begann schnell und man hatte das Gefühl, dass sie mit höherem Risiko schoss. Das Feld hatte sich in der Zwischenzeit stark gelichtet. Ein schnelles Schießen mit vielleicht einer schnellen Runde hätte reichen können. Am Ende der Schießeinlage blieben aber zwei schwarze Flecken und damit zwei Runden stehen. Der Blick ging rüber zu Jonnson. Diese schoss bedächtig, aber sauber. Fünf Treffer und damit fehlerfrei bei diesem Schießen und im gesamten Rennen – als Einzige im Feld. Jonsson ging auf die letzte Runde und folgte der führenden Simone Hauswald, die mit einem Fehler und einer tollen Laufform den Tagessieg nach Hause brachte. Hoffnungsvoll blickten die Zuschauer auf Wilhelm und Andrea Henkel. Wilhelm konnte mit einer schnellen letzten Runde Fünfte werden und somit Gesamtsieger. Der Körper schien aber nicht mehr mitzuspielen. Eine langsame Runde beendete die Träume. Andrea Henkel hätte der rettende Helfer in höchster Not werden können. In grandioser Laufform und bereits zwei herausgelaufenen Extrarunden hätte Sie, mit einem fehlerfreiem letzten Schießen, Jonnson auf Platz Drei verweisen können, was für Wilhelms Gesamtsieg ausgereicht hätte. Doch Henkel schoss Ihren dritten Fehler und damit Wilhelm aus Gelb.

Tragisch aber spannend war das Finale. Hoffentlich wird die neue Saison dem in nichts nachstehen.

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