Magdalena Neuner versagt in der Staffel (Ruhpolding)
Nachdem Magdalena Neuner bei ihrem ersten Rennen in Ruhpolding, dem Sprint über 7,5 km, mit einem dritten Platz ihre Olympiaform unter Beweis stellte, versagten ihr in der Staffel die Nerven. Aufgrund ihrer zwei Strafrunden kamen die deutschen Mädels nicht über einen 4. Platz hinaus.
Es begann alles so gut. Die ungewohnte Startläuferin Andrea Henkel konnte mit zwei Nachladern beim Liegendschießen und einem beim stehenden Anschlag, die deutsche Staffel im Rennen halten.
Ihr folgte Magdalena Neuner. Der liegende Anschlag ist für Neuner eigentlich nie ein Problem, so auch heute nicht. Ein Nachlader ist völlig in Ordnung für die laufstarke Biathletin. Doch dann kam ihre Wackeldiziplin, das Stehendschießen. Und Neuner wackelte! Als nach ihren acht Schuß immer noch zwei Scheiben standen, war klar, dass es heute knapp wird mit dem Podium.
Martina Beck konnte mit insgesamt nur einem Nachlader, die Deutschen wieder an die Podumsplätze heranbringen. Die Schlußläuferin Kati Wilhelm kämpfte mit der Norwegerin Tora Berger, um den dritten Platz. Beide gingen zeitgleich in die Schlußrunde. Berger präsentierte sich aber in besserer läuferischer Verfassung und holte sich den dritten Platz. Für die deutschen Damen blieb damit nur der undankbare vierte Platz übrig.
Den Sieg sicherten sich, völlig überraschend, die Schwedinnen. Zweite wurden die Russinen, die sich mit insgesamt acht Nachladern und damit zwei mehr als die Schwedinnen, um den Sieg brachten.
Das Klassement in der Übersicht:
1.Schweden 1:17:31,6, / 0 Strafrunden + 6 Nachlader),
2.Russland + 16,7 s/0+8,
3.Norwegen +29,1/0+6,
4.Deutschland +32,3/2+10,
5.China +2:22,9/2+15,
6.Tschechien +2:36,3/1+8,
7.Italien +3:00,5/1+8,
8.Frankreich +3:52,5/1+10,
9.Weißrussland +4:24,2/1+9,
10.Kasachstan +4:31,1/1+8
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